x

Wohnraumtüren
Objekttüren
Schallhemmende Türen
Einbruchhemmende Türen
Wohnungseingangstüren
Feucht- und Nassraumtüren
Strahlenschutztüren
Rauchschutztüren
Feuerschutztüren
Beschusshemmende Türen

Wohnraumtüren

Wohnraumtüren

Wohnraumtüren sind Funktionstüren und gleichzeitig Möbelstücke. Oft werden die vielfältigen Aufgaben von Wohnraumtüren verkannt. REINÆRDT hat sich mit seinem Türen- und Zargenprogramm den Anforderungen gestellt.

Anforderungen

Wohnraumtüren werden meist in 40 mm Stärke ausgeführt. Die Anforderungen an Wohnraumtüren sind in erster Linie durch Stil und Design geprägt.
Hier bietet REINÆRDT eine Vielzahl an Möglichkeiten. Diese können Lichtausschnitte in verschiedenen Formen sein, aber auch Leisten, Füllungen und Füllungsaufdopplungen, sowie individuelle Zargenformen. Die Oberfläche und die Kantenausführung kann selbstverständlich auch individuell auf Kundenwünsche angepasst werden.

Die Anforderungen an Wohnraumtüren können aber auch im technischen Bereich liegen. Hierzu schauen Sie sich bitte die untere Tabelle an.

Normabmessungen

Die Wandöffnungen, Türen und Zargengrößen sind in der DIN 18100 und DIN 18101 geregelt. Diese DIN Normen regeln die Abhängigkeit zwischen Wandöffnungen und Türgrößen. Informieren Sie sich hierzu in dem Kapitel 2.1.4 in diesem Handbuch.
Maße, die von dieser Norm abweichen, können selbstverständlich auch gefertigt werden.

PDF-Datei

Objekttüren

Objekttüren

Objekttüren sind hoch beanspruchbare Türen die überwiegend im "Nicht-Wohnbau" (Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude, Hotels etc.) zum Einsatz kommen.
Wir haben uns mit unserem umfangreichen Türen- und Zargenprogramm den Anforderungen gestellt und Türelemente entwickelt, die funktional und gestalterisch kaum Wünsche offen lassen. Unsere Türelemente sind solide konstruiert und verarbeitet um dauerhaft auch hochbeanspruchte Aufgaben im Objektbau übernehmen zu können.

Anforderungen

Objekttüren werden in Gebäuden eingebaut, bei denen man davon ausgeht, das sich täglich viele Personen darin aufhalten. Deshalb sind besondere Türkonstruktionen, bzw. auch besondere Beschlagsausführungen erforderlich, um diesen höheren Anforderungen gerecht zu werden.
Die höheren technischen Anforderungen müssen sich dabei trotzdem unauffällig in die Anforderung an Design und Optik einfügen.

Die technischen Anforderungen gem. der unten aufgeführten Tabelle werden durch anerkannte Prüfinstitute überprüft und können von uns nachgewiesen werden.

Normabmessungen

Die Wandöffnungen, Türen und Zargengrößen sind in der DIN 18100 und DIN 18101 geregelt. Diese DIN Normen regeln die Abhängigkeit zwischen Wandöffnungen und Türgrößen. Informieren Sie sich hierzu in dem Kapitel 2.1.4 in diesem Handbuch.
Maße, die von dieser Norm abweichen, können selbstverständlich auch gefertigt werden.

PDF-Datei

Schallhemmende Türen

Allgemeines zu Schallschutz Türen / Schallhemmende Türen

Lärm gehört zu den häufigsten und unangenehmsten Belastungen unseres täglichen Lebens. In vielen Bereichen wird deshalb durch Abschirmung der Lärmquelle versucht dieser Belastung entgegenzuwirken.

Bei Schallschutztüren, sind schalltechnisch immer Türelemente, d.h. Tür und die dazugehörende Zarge, die Dichtungen, sowie die notwendigen Beschläge gemeint. Türblatt, Zarge, Dichtungen und Beschläge bilden ein System, welches von uns als Hersteller, als geprüfte Einheit nachzuweisen ist.

Ein optimales Ergebnis erreicht man, wenn:

  • geprüfte, aufeinander abgestimmte Türsysteme verwendet werden.
  • geeignetes Glas in Lichtausschnitten verwendet wird.
  • Beschläge verwendet werden, die keine Veränderung an der Grundkonstruktion der Tür nach sich ziehen.
  • eine gründliche Montage durchgeführt wird und die Einbauanleitungen von REINÆRDT beachten werden.
  • die Einbauvoraussetzungen stimmen (Wand-, Boden- und Deckenanschlüsse).

Schalldämmwerte von Türen

PDF-Datei

Schalldämmwerte von Türen werden nach DIN 4109-1 über Prüfnorm DIN EN ISO 717-1 ermittelt und im Schall-Labor unter Ausschluss der ortsüblichen Nebenwege (Wand, Decke, Fußboden) geprüft. Das Ergebnis wird in [dB] ausgedrückt.

Bei Türen können nur die Werte in Rw´P bzw. Rw´R angegeben werden. Siehe hierzu auch den folgenden Absatz "Schallhemmende Türen in der Praxis"

Schallhemmende Türen in der Praxis

Da in den Laborprüfungen die „ortsüblichen Schallnebenwege“ über Wand, Decke und Boden ausgeblendet wurden, ist über die Schallnebenwege der flankierenden Bauteile, Einbautoleranzen, Material- und Herstellungstoleranzen mit Schalldämmwertverlusten zu rechnen.

Um den Unterschied zwischen Laborprüfungen und realen Bauprüfungen auszudrücken, wird ein Vorhaltemaß berücksichtigt. Dieses beträgt für Türen -5 dB und für Festverglasungen -2dB.

Beispiel: Ist ein Türelement mit Rw,P = 32 dB geprüft, kann unter normalen, guten Bedingungen am Bau ein Schalldämmwert von Rw,R = 27 dB erreicht werden.

Für Türen ist in der DIN 4109-1 festgelegt:

  • Das am Bau erwartete Schalldämmmaß muss in der Ausschreibung mit Rw,R gefordert werden.
  • Der Nachweis ist mit Prüfzeugnissen, die Laborwerte ausweisen (Rw,P), zu erbringen.
  • Die Laborwerte müssen 5 dB höher sein als der geforderte Baustellenwert.

Durch Schalldämmmaßnahmen kann nicht erwartet werden, das unerwünschte Geräusche überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden. Es wird aber eine deutliche Reduzierung erreicht.

Ein guter Laborwert ist nicht automatisch auch ein guter Wert am Bau. Gerade im Schallschutz sind Fehler von der Planung über die Herstellung bis zur Montage auszuschließen. Wenn bei einer Schallschutzmessung am Bau festgestellt wird, das der gewünschte Schalldämmwert nicht erreicht wird, sucht man den Fehler oft zuerst bei der Türkonstruktion. In den seltensten Fällen liegt hier aber das Problem. Meist geht der Schalldämmwert über die Schallnebenwege wie Teppich, Estrich, Wand u.s.w. verloren.

Ein guter Schalldämmwert kann nur erreicht werden, wenn das Türblatt komplett an der Dichtung anliegt, die Montagerichtlinien eingehalten wurden und auch der Luftspalt zum Boden hin komplett verschlossen ist. Gegebenenfalls ist schon in der Planung eine Endkopplung des Estrichs vorzusehen.

Prüfgrundlage DIN 4109-1 / VDI 3728

PDF-Datei

Die DIN 4109-1 (Schallschutz im Hochbau, 07/2016) ist in allen Bundesländern als technische Baubestimmung eingeführt worden und ist somit allgemein geltendes Baurecht.

Um die Kriterien für die Bewertung der „Schalldämmung beweglicher Raumabschlüsse, Türen, Tore und Mobilwände“ zu vereinfachen hat der Verein Deutscher Ingenieure eine Richtlinie erarbeitet und veröffentlicht. Diese setzt auf die Forderungen der DIN 4109-1 auf und unterteilt die Schalldämmwerte in mehrere Schallschutzklassen.

Damit gelten nachfolgende Mindestanforderungen für Türen je Bautyp. Darüber hinaus kann der Bauherr einen erhöhten Schalldämmwert fordern.

PDF-Datei

Einbruchhemmende Türen

Einbruchhemmende Türen

Einbruchhemmende Türen sollen den Versuch, gewaltsam in einen Raum oder Bereich einzudringen, erschweren oder bestenfalls ganz verhindern. Im Gegenzug können sie auch einen möglicherweise gewollten schnellen Zutritt durch Polizei, Notarzt oder Feuerwehr zeitlich behindern.

Prüfnorm und Widerstandsklassen

Einbruchhemmende Türelemente werden immer als gesamtes Element, d.h. Türblatt, Zarge und Beschläge geprüft. Angriffsseite ist dabei in der Regel die Bandgegenseite.

Die Prüfgrundlage ist in der Norm DIN EN 1627 und den anhängenden Normen geregelt und festgelegt. Nach diesen Normen werden die Türelemente in 7 Klassen eingeteilt.

Die DIN EN 1627 löst seit 2011 die DIN V ENV 1627 ab. Die neue Norm regelt auch die Gültigkeit der Prüfnachweise nach alter Norm.

In der neuen Norm heißt es ausdrücklich:
"Bezüglich der Verwendung von historischen Prüfergebnissen kann davon ausgegangen werden, dass Produkte, die nach ENV 1627:1999 in den Klassen 2 bis 6 klassifiziert wurden, denselben Klassen nach dieser (der neuen) Norm entsprechen."

Mit der aktuellen Norm ändert sich damit die Bezeichnung "WK" (Widerstandsklasse) in die englische Bezeichnung "RC" (resistance class).

Geprüft werden die Elemente in einem neutralen Stahlrahmen. Die Befestigung in diesem Prüfrahmen erfolgt so, wie es später auch in der entsprechenden Montageanleitung nachzulesen ist. Die Anforderungen der Wände sind über die europäische Harmonisierung nicht geregelt. Der nationale Anhang zur DIN EN 1627 enthält aber Vorschriften zur Ausführung der Wände in den entsprechenden RC - Klassen.

Aufgeführt sind hier: Mauerwerk, Beton, Porenbeton und Holztafelwände.
In Wände entsprechend dieser Angaben, dürfen die einbruchhemmenden Elemente montiert werden.

Unsere einbruchhemmenden Türen sind derzeit in den Widerstandsklassen RC1, RC2 und RC3 lieferbar. Diese Türkonstruktionen schützen gegen Einbruche durch Gelegenheitstäter. Selbstverständlich kann das Türelement seine vorgesehene Anforderung nur erfüllen, wenn bei der Montage gründlich vorgegangen und unsere Einbauanleitung beachtet wird.

RC4 bis RC6 erfordern aufwendigere und sehr schwere Konstruktionen, die im Wohn- und Bürobereich sehr selten zum Einsatz kommen. Diese Türkonstruktionen sind auf Profi - Einbruche ausgelegt.

Einbruchhemmende Türen sind mit Schutzbeschlägen nach DIN EN 1906 auszustatten. In der DIN 1627 sind die Mindestanforderungen an Schutzbeschläge definiert. Diese Schutzbeschläge bieten einen zusätzlichen Aufbohrschutz. Sie erschweren das gewaltsame Abdrehen des Profilzylinders und damit die direkte Einwirkung auf das Türschloss.

PDF-DateiPDF-Datei

Wohnungseingangstüren

Wohnungseingangstüren / Wohnungsabschlusstüren

Wohnungseingangstüren, oder auch Wohnungsabschlusstüren, sind im Prinzip Türen, mit einer kombinierten Anforderung aus Schallschutz, Klimastabilität, Beanspruchungsgruppe und Einbruchhemmung.
Diese Anforderungen ergeben sich dadurch, dass ein Wohnungsabschluss sicherlich einem Einbruchsversuch standhalten soll. Genauso soll dieses Türelement aber auch schallhemmende Wirkung haben. Dabei versteht sich von selbst, dass es Formstabil bei einer Temperaturdifferenz zwischen Flur und Wohnung sein muss und einer hohen Belastung standhalten soll.

Anforderungen und Richtlinien

PDF-Datei

Die richtigen Anforderungen an die Wohnungsabschlusstür (WAT) sind das Thema der neuen DIN 18105. So soll gewährleistet werden, dass alle nötigen Anforderungen an eine Wohnungsabschlusstür berücksichtigt werden. Oft werden nur schallschutztechnische Mindestanforderungen beachtet und die anderen notwendigen Eigenschaften, wie Klimastabilität und Einbruchhemmung ignoriert.
Daher empfiehlt die Norm eine Einteilung in drei Klassen (WAT-Klasse 1 bis 3) vorzunehmen.
Es können aber auch von dieser Norm abweichende Bedingungen vereinbart werden.

Um die für Sie passende Tür als Wohnungsabschlusstür zu bestimmen, informieren Sie sich bitte mit Hilfe dieser Informationen in den Kapiteln 3.3 (Schallhemmende Türen) und/oder 3.4 (Einbruchhemmende Türen).

Feucht- und Nassraumtüren

Nass- und Feuchtraumtüren nach RAL RG 426-3

Als eines der ersten deutschen Institute hat sich die RAL Gütegemeinschaft Innentüren aus Holz dem Thema angenommen und Anforderungen definiert, Prüfbestimmungen erarbeitet und veröffentlicht.

Je nach dem späteren Verwendungszweck, bzw. der Intensität der Feuchte- bzw. Nässeeinwirkung werden Türen in zwei Gruppen typisiert:
 

  • Feuchtraumtür
  • Nassraumtür
 
Türen im Feuchtraumbereich dürfen kurzfristig einer Feuchteeinwirkung durch Spritzwasser oder hoher Luftfeuchtigkeit auf der Oberfläche ausgesetzt sein. Als übliche Räume kommen Umkleideräume, Sanitärbereiche oder Behandlungsräume in Betracht.

Türen im Nassraumbereich dürfen lang anhaltender Nässeeinwirkung und häufigem Spitzwasser ausgesetzt sein. Üblicherweise werden diese Türen in Nasszellenbereichen von Schwimmbädern, Hotels oder Krankenanstalten eingesetzt.

Alle Türbeschläge müssen für den Einsatz an Feucht- bzw. Nassraumtüren geeignet sein. Vorzugsweise sollen Beschläge aus Edelstahl oder optimiertem Korrosionsschutz zum Einsatz kommen.

Entsprechend der Belastung kommen verzinkte Zargen, Edelstahlzargen oder Aluminiumzargen in Betracht. Auch speziell behandelte Holzwerkstoffzargen können in Betracht kommen.

Anforderungen / Prüfung im Überblick

PDF-Datei

Die Prüfungen erfolgen anhand einer eingebauten Prüftür in einem speziellen Prüfrahmen. Die Prüftür wird einer zyklischen Beduschung mit Wasser auf der Türoberfläche ausgesetzt.

- Feuchtraumprüfung
Insgesamt 48 Prüfzyklen (0,5 Minuten Besprühen mit 20C° kaltem Wasser, im Abstand von 300 mm, ab 500 mm Höhe von unterkante Tür, sowie anschließender 29,5 minütiger Trocknungszeit) werden ausgeführt.
Vor, während und im Anschluß der Prüfung wird die Prüftür auf Verzug, Wasseraufnahme, Dickenquellung und sichtbare Schäden kontrolliert.

- Nassraumprüfung
Insgesamt 48 Prüfzyklen (4 Minuten Besprühen mit 30C° warmen Wasser, im Abstand von 300 mm, ab 1500 mm Höhe von unterkante Tür, sowie anschließender 26 minütiger Trocknungszeit) werden ausgeführt.
Vor, während und im Anschluß der Prüfung wird die Prüftür auf Verzug, Wasseraufnahme, Dickenquellung und sichtbare Schäden kontrolliert.

Nach Ablauf der Prüfung wird die Dicke und Masse der Prüftür ermittelt und auf folgende Punkte untersucht:
 

  • Fehler der allgemeinen Ebenheit nach DIN EN 952
  • Oberflächenschäden (z.B. Verfärbungen, Risse, Stoßfugen bei Furnierdecklagen)
  • Beurteilung der Kantenfestigkeit und der Klebefestigkeit der Decklagen bzw. Deckplatten und Kanten.
  • Quellungen und Ablösungen (besonders an den gefährdeten Stellen  von Band- und Schlossbereich, sowie an der Unterkante der Prüftür).
  • Abzeichnungen in der Decklage
 
Nach 24 Stunden im Normalklima werden diese Messungen wiederholt.

PDF-Datei

Strahlenschutztüren

Strahlenschutz – Türen nach DIN 6834

Zum Schutz von Elektronen-, Röntgen- und Gammastrahlung kommen üblicherweise in medizinisch genutzten Räumen (Arztpraxen, Krankenhäuser etc.) Strahlenschutztüren zum Einsatz.

Durch Bleieinlagen in der Türkonstruktion erfolgt die Strahlenminderung. Je nach Intensität der Strahlung ist die Bleieinlage zu bemessen. Die Dicke der Bleieinlage (in mm) bestimmt den Bleigleichwert (Schwächungsgrad nach DIN 6845) und wird in Pb + mm ausgedrückt. Um die Symetrie des Türaufbaus zu erhalten, kann die Bleischicht halbiert werden. (1 mm = 2 x 0,5 mm).

Beschläge und Zargen

Alle Beschläge und Zargen müssen für das hohe Türgewicht dauerhaft geeignet sein.

Ab einem Bleigleichwert von 2,0 mm sind spezielle Strahlenschutz-Schlösser mit versetzten Drücker-/Schlüssellöchern (z.B. Dornmaß 40/80 mm) mit Halbzylindern zu verwenden, um einen durchgehenden Strahlenschutz zu gewährleisten.

Üblicherweise werden Strahlenschutztüren in Stahlzargen verwendet. Der erforderliche Bleischutz wird werkseitig vom Zargenhersteller auf der Rückseite des Zargenspiegels (auf der Falzseite) aufgebracht. Stahlzargen eignen sich auch für extrem hohe Türgewichte. Für eine höhere Belastbarkeit können Stahlzargen anstatt mit 1,5 mm Blechstärke auch mit 2,0 mm Blechstärke produziert werden. Auswechselbare Edelstahl-Schließbleche werden aus Verschleißgründen empfohlen.

Holzzargen in Verbindung mit Strahlenschutztüren eignen sich nur für Bleigleichwerte unter 2,0 mm. Dabei ist konstruktiv zu gewährleisten, daß es zwischen Türblatt und Holzzarge zu einer Überlappung des Bleischutzes kommt. Wir können Ihnen hierfür unterschiedliche technische Lösungen anbieten. Wir weisen aber darauf hin, daß nach DIN 6834 kein Einbau in Holzzargen vorgesehen ist.

PDF-Datei

Rauchschutztüren

Rauchschutztüren

Bei einem Brand sind die schnell entstehenden Rauchgase eine große Gefahr für die Gesundheit und das Leben von Menschen. Die Verqualmung von Rettungs und Fluchtwegen behindern die Evakuierung von Gebäuden enorm.

Rauchschutztüren sind keine Feuerschutzabschlüsse nach DIN 4102. Die Anforderungen von Rauchschutztüren werden in der DIN 18095 geregelt. Die Anforderungen werden durch die harmonisierte europäische DIN EN 16034 ergänzt.

Rauchschutztüren sollen im verschlossenen Zustand den Durchtritt von Rauch bis 200 °C im Brandfall behindern, so dass der Rettungsweg nicht sofort verraucht und ohne Atemschutz von Menschen genutzt werden kann.

Anforderungen im Überblick

Rauchschutztüren nach DIN 18095 müssen folgende Bedingungen erfüllen:
 

  • selbstschließend durch Türschließer
  • Offenhaltung nur mit zugelassener Feststelleinrichtung, die über Rauchmelder im Brandfall automatisch schließen. Rastfeststellungen oder Offenhaltungen mit Keilen sind nicht erlaubt.
  • Dauerfunktionsfähigkeit über einen langen Zeitraum (die an Prüftüren durch eine Dauerfunktionsprüfung von 200.000 Öffnungszyklen, Standflügel von 100.000 Öffnungszyklen nachzuweisen ist).
  • Tür, Zarge, Türbeschläge und Türschließer bilden eine Einheit. Eine Rauchschutztür darf nur als funktionstüchtiges Element vertrieben werden. Die Verwendungsfähigkeit der Beschläge muss den Auflagen vom „Brandschutz“ entsprechen.
 
Rauchschutztüren gewährleisten keine luftdichten Raumabschluss. Die Begrenzung der Leckage des gesamten Systems ist festgelegt auf:
 
  • 20 m³/h bei Raumtemperatur bis 200 °C und 50 Pa Unter- oder Überdruck bei einflügeligen Türen.
  • 30 m³/h bei Raumtemperatur bis 200 °C und 50 Pa Unter- oder Überdruck bei zweiflügeligen Türen.
 
Nach der Prüfung müssen sich die Türen problemllos öffnen und schließen lassen.

Nachweispflicht

Als nicht geregeltes Bauprodukt der Bauregelliste A Teil 2 (siehe Kapitel 2 in diesem Handbuch), ist die Prüfung von Rauchschutztüren in einer akkreditierten Prüfanstalt durchzuführen. Nach erfolgreicher Prüfung wird von der Prüfanstalt ein allgemein bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) ausgestellt, welches neben dem Kennzeichnungsschild im Türfalz als Nachweis für ein geprüftes Rauchschutzelement gilt.

Mit einer Werksbescheinigung bestätigen wir als Hersteller die fachgerechte und prüfungskonforme Herstellung der Elemente. Diese Werksbescheinigung oder Übereinstimmungserklärung ist dem Bauherrn zu übergeben.

Die Montage muss sorgfältig anhand der zugehörigen Montageanleitung durchgeführt werden.

Brandschutz in Europa CE über EN 16034

Der europäische Binnenmarkt erforderte auch eine Harmonisierung der Normen und bautechnischen Regeln. Die baurechtlichen Grundlagen werden an die neuen Bedingungen schrittweise angepasst.

Die nationalen deutschen DIN Normen DIN 4102 und DIN 18095 werden in Zukunft ihre Gültigkeit verlieren und durch die europäische Produktnorm EN 16034 abgelöst.

Umfassende Informationen finden Sie im Kapitel 2.1.5

PDF-Datei

Feuerschutztüren

Feuerschutztüren

Eine Feuerschutztür hat die Aufgabe, eine Öffnung in einer feuerhemmenden oder feuerbeständigen Wand gegen den Durchtritt von Feuer zu sichern.

Feuerschutztüren sind nicht automatisch Rauchschutztüren nach DIN 18095. Die Anforderungen an Feuerschutztüren sind in der DIN 4102 geregelt. Feuerschutztüren müssen immer selbstschließend sein und dürfen nicht mit Keilen oder ähnlichem offengehalten werden.

Bei Feuerschutztüren unterscheidet man zwischen folgenden Feuerwiderstandsklassen: T30, T60, T90, T120. Das "T" steht in diesem zusammenhang für "Tür" und die jeweilige Zahl dahinter beschreibt die Feuerwiderstandsdauer in Minuten. In Deutschland werden überwiegend T30 und T90 Türen eingesetzt.

Baulicher Brandschutz ist Sache der Bundesländer. Wo welche Türen eingesetzt werden, regelt die Musterbauordnung (MBO), aus der sich dann die jeweilige Landesbauordnung (LBO) ableiten lässt. Deshalb können Brandschutzbestimmungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich spezifiziert sein.

Anforderungen im Überblick

Brandschutztüren nach DIN 4102 müssen folgende Bedingungen erfüllen:
 

  • selbstschließend durch Türschließer
  • Offenhaltung nur mit zugelassener Feststelleinrichtung, die über Rauchmelder im Brandfall automatisch schließen. Rastfeststellungen oder Offenhaltungen mit Keilen sind nicht erlaubt.
  • Dauerfunktionsfähigkeit über einen langen Zeitraum (die an Prüftüren durch eine Dauerfunktionsprüfung von 200.000 Öffnungszyklen, Standflügel von 100.000 Öffnungszyklen nachzuweisen ist).
  • Tür, Zarge, Türbeschläge und Türschließer bilden eine Einheit. Eine Brandschutztür darf nur als funktionstüchtiges Element vertrieben werden. Die Verwendungsfähigkeit der Beschläge muss den Auflagen vom „Brandschutz“ entsprechen.
 
Brandschutztüren werden auch oft in Kombination mit Rauchschutzanforderungen eingesetzt. In diesem Fall sind die Rauchschutzanforderungen zusätzlich zu beachten.

Nachweispflicht

Brandschutztüren gelten als nicht geregeltes Bauprodukt der Tabelle A Teil 2 (siehe Kapitel 2 in diesem Handbuch).

Die Eignung kann entweder mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung, oder mit einer Zustimmung im Einzelfall nachgewiesen werden.

Als Nachweis gilt ein Kennzeichnungsschild, welches im Türfalz angebracht ist und die allgem. bauaufsichtliche Zulassung.

Der Hersteller muss sich von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle fremdüberwachen lassen. Die Fremdüberwachung setzt eine dokumentierte Eigenüberwachung vorraus. So wird sichergestellt, dass die Brandschutztüren unter Einhaltung der Zulassungsbestimmungen produziert werden.

Mit einer Übereinstimmungsbestätigung belegen wir als Hersteller die prüfungskonforme Herstellung der Elemente. Diese Übereinstimmungsbestätigung ist dem Betreiber zu übergeben.

Die Montage der Elemente muss sorgfältig anhand der zugehörigen Montageanleitung erfolgen.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Nach Bestehen einer entsprechenden Prüfung bei einer akkreditierten Prüfanstalt, kann mit dem Prüfnachweis ein Antrag beim dt. Institut für Bautechnik (DiBt) auf Erteilung einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung gestellt werden. Nach Erteilung der Zulassung kann der Hersteller die Türelemente als zugelassene Brandschutztüren bezeichnen.

Zustimmung im Einzelfall

Für Produkte, die selbst durch die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung nicht abgedeckt sind, kann eine Zustimmung im Einzelfall beantragt werden. Dies geschieht mit Hilfe eines Gutachtens, welches bei einer Materialprüfanstalt speziell für diesen Einzelfall erstellt wird. Dieses Gutachten kann dann bei der obersten Bauaufsichtsbehörde des jeweiligen Bundeslandes, mit der Bitte um "Zustimmung im Einzelfall" eingereicht werden.

Wenn Gefahren nicht zu erwarten sind, kann die oberste Bauaufsichtsbehörde erklären, dass ihre Zustimmung nicht erforderlich ist.

Eine Erfolgsaussicht kann im Vorfeld nicht zugesichert werden, da dies von vielen Faktoren abhängig ist. Je nach Umfang und Inhalt der Anträge ist bis zur Entscheidung der Oberen Bauaufsicht mit einer mehrmonatigen Bearbeitungszeit zu rechnen.

Brandschutz in Europa CE über EN 16034

Der europäische Binnenmarkt erforderte auch eine Harmonisierung der Normen und bautechnischen Regeln. Die baurechtlichen Grundlagen werden an die neuen Bedingungen schrittweise angepasst.

Die nationalen deutschen DIN Normen DIN 4102 und DIN 18095 werden in Zukunft ihre Gültigkeit verlieren und durch die europäische Produktnorm EN 16034 abgelöst.

Umfassende Informationen finden Sie im Kapitel 2.1.5

PDF-Datei

Beschusshemmende Türen

Beschusshemmende - Türen

PDF-Datei

In der DIN EN 1522 sind u.a. die Beschussklassen von Türen geregelt.

Beschusshemmende – Türen dienen dem Personenschutz, oder der Objektsicherheit. Entsprechend der gewählten Widerstandsklasse sind die Türen in der Lage Projektile zu stoppen.

Bei Türen unterscheidet man zwischen den Beschussklassen FB1 - FB7

Weiter wird darauf geachtet, ob bei einem Beschuss des Prüfkörpers Materialsplitter abgeplatzt sind. Die Prüfergebnisse erhalten deshalb den Zusatz:
 

  • S    = Splitterabgang
  • NS = splitterfrei

 
Mögliche Einsatzorte sind Flughäfen, Banken, Sparkassen, Ministerien und Behörden, Polizeidienststellen sowie Botschaften.

Alle Beschläge und Zargen müssen für das hohe Türgewicht dauerhaft geeignet sein.

Üblicherweise werden beschusshemmende Türen in Stahlzargen verwendet. Die Blechstärke sollte 2 mm betragen. Die Stahlzargen sollten massiv ausbetoniert werden.

Die nachfolgende Tabelle stellt eine Übersicht der Beschussklassen dar:

PDF-Datei

REINÆRDT Türen GmbH

Koppelweg 3
D-26683 Saterland

Tel:+49 4498 85 0
Fax:+49 4498 85 909
Kontakt:Schreiben Sie uns

 

 
 

Montag bis Freitag
8.00 - 12.00
13.00 - 17.00

Abonnieren Sie den REINÆRDT Newsletter

Nachname
E-Mail Adresse